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Mittwoch, 04. Februar 2009
Das Jahr fängt ja gut an... :-(
Von whippet, 22:29

Vor zwei Wochen starb der Mops Oskar meiner Freundin Maike, als er zur Zahnsanierung in Narkose gelegt werden sollte und heute vor genau einer Woche hat sich Jules wieder an der Zehe verletzt, an der er vor knapp einem Jahr einem Kapselriss hatte und operiert wurde. Er hat einmal zu viel auf der Wiese Gas gegeben und ZACK war´s das wieder mit der Zehe. Jules fing an zu humpeln und ich habe ihn sofort an die Leine genommen. In dem Zehzwischenraum der operierten Zehe und der Nachbarzehe bildete sich ein Bluterguss. Ich habe den Zeh mit Heparin eingerieben und Jules Traumeel eingeworfen. Der Bluerguss ist weg, Jules läuft wieder normal an der Leine.

Bleibt er allerdings mit der Kralle irgendwo hängen, humpelt er kurz. Es ist so ätzend. Nachdem aller operativen Eingriffe gar nichts gebracht haben, außer dass seine Pfote instabil und extrem verletzungsanfällig geworden ist, habe ich mich dazu entschlossenen, die Angelegenheit diesmal gaaaanz konservativ zu behandeln, nämlich durch konsequentes Ignorieren, dass die Kapsel vielleicht wieder im Eimer sein könnte. Julius bleibt jetzt erst einmal wieder für Wochen an der Leine und dann sehen wir weiter. Den täglichen Spaziergang absolviert er ohne Probleme und auch sonst ist er gut drauf. Solange er also kein Problem mit der Pfote hat, habe ich auch keins. Mein Hund lehrt mich Gelassenheit...

Unterstützt wird der Heilungsprozess diesmal durch TCM (nein, nicht Tchibo:-)), sondern traditionelle chinesische Medizin. Julius bekommt die Kräuermischung "Tendon & Ligament" , die die Bänder und Sehnen unterstützen soll von meinem TA in Düsseldorf. Mal sehen, ob´s hilft. Darüber hinaus denken wir über einen Schuh für seine Pfote nach, der von einem Orthopädie-Techniker angefertigt werden soll um die Pfote zu unterstützen. Vielleicht haben wir dann die Möglichkeit, ihn wenigstens ab und an frei laufen lassen zu können.

Irgendwie konne ich mir vor wie bei "Und täglich grüßt das Murmeltier". Im Nachhinein stellt sich die Amputation von Jules Außenzehe doch als Fehlentscheidung dar, die leider nicht mehr rückgängig zu machen ist. Gut, aus Fehlern lernt man. Es ist nur so unsäglich, dass mein Lehrgeld für diesen Fehler auf Kosten meines Hundes geht.

Und als wenn das nicht alles schon genug wäre, bin ich heute auch noch mit Smilla bei Dr. Wodecki in Leverkusen gewesen. Smilla hatte heute und vorgestern Morgen ein Magengrummeln und wollte ganz schnell raus. ich dachte, sie hat vielleicht Durchfall. Aber nein, sie wollte nur schnell auf die Wiese und Gras zu fressen. Die Häufchen waren normal. Dummerweise hatte sie am Wochenende ein Wattestäbchen gefressen und ich weiß nicht, ob auch alles wieder hinten rausgekommen ist. Als sie heute dann nach dem Spaziergang unruhig war und auch nicht fressen wollte (Sauerkraut mag sie offensichtlich nicht...) bin ich doch noch schnell mit ihr nach Leverkusen gefahren. Smilla wurde geröngt, auf den Röntgenbild konnte man natürlich nichts ungewöhnliches erkennen und Dr. Wodecki hat uns wieder nach Hause geschickt und Smilli Diät (Hühnchen, Reis und Hüttenkäse) verordnet. Solange der Hund fressen würde, er sich nicht übergeben muss und es ihm nicht schlechter geht, soll ich mir keine Sorgen machen. Und selbst wenn noch was von dem Wattestäbchen in Smilla wäre, müsste auch nicht der ganze Hund aufgeschnitten werden. Man würde es dann mit dem Endoskop entfernen. Na, das ist doch mal eine Aussage! Wenn das Jahr so weitergeht, bin ich auf dem besten Weg in eine Neurose...

Jetzt hoffen wir natürlich, dass alles falscher Alarm war und sich Smilli nur ein wenig unpässlich gefühlt hat. Ihr Hühnchen mit Reis und Hüttenkäse hat sie heute Abend jedenfalls mit großem Appetit gefressen.

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