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Ein gutes Jahr 2010!
Zwischen den Jahren ist es wie immer an der Zeit, zurück zu schauen und Bilanz zu ziehen, was das letzte Jahr denn so gebracht hat. Und um es direkt vorweg zu nehmen: 2010 war für meine Hunde und mich wieder einmal ein gutes Jahr. Beide haben sich weder ernsthaft verletzt noch waren sie sonst in irgendeiner Form krank. Zwingerhusten, dicke Mandeln, Erkältung, Durchfall, dicke Zehen, Beisseren, Muskelabrisse und was man sonst so alles hört gab es bei uns nicht und allein dafür bin ich schon dankbar. Einzig allein ein Splitter, den Jules sich in eine Pfote eingetreten hatte, musste entfernt werden und Smilla hatte nach einem Coursing aufgeschrabbelte Bremsballen, die aber von alleine wieder heilten.
Auch sportlich gesehen bin ich mit Smillas Leistung in diesem Jahr wieder einmal sehr zufrieden. Sie wurde von mir nur vier mal national und zwei mal international beim Coursing eingesetzt. Dabei zeigte sie sich in der ersten Jahreshälfte so gut, dass sie sich wieder für die Coursing Europameisterschaft qualifizieren konnte. Der 4. Platz von 12 Hündinnen in Hoope, der 4. Platz von 15 Hündinnen in Volkmarsen, der 9. Platz von 16 Hündinnen in Hünstetten sowie der 6. Platz von 18 Hündinnen in Vien/B sicherten ihr einen Platz in der Deutschen Equipe. Und auch in Frankreich schaffte sie auf Platz 24 und damit unter die ersten 50% der teilgenommenen Hündinnen. Krönender Jahresabschluss war ihr 3. Platz von 19 Hündinnen beim Deutschen Coursingsieger in Trautskirchen. Darüber hinaus erhielt sie in diesem Jahr auch noch 2 Res.CACCs, die zwar leider nicht aufrückten, aber was soll´s. Smilla zeigt seit 4 Saisons konstant gute Leistungen im Coursing und ist in dem Bereich alles andere als eine Eintagsfliege.
Natürlich habe ich es mir in diesem Jahr auch nicht nehmen lassen, meine Hunde im Showring zu präsentieren. Jules konnte das DWZRV Veteranen Championat vollenden und ist jetzt auch auf dem Papier ein richtiger Champion. Für mich war er das ja schon immer. Smilla erhielt die erste Anwartschaft auf das VDH-Championat. Ein Tropfen auf den heißen Stein zwar, aber ich lasse da ja nichts unversucht. :-)
Wir freuen uns auf die neue Saison, in der Smilla wieder Coursings laufen wird und ich sie auch ganz sicher wieder ausstellen werde. Und ganz besonders freue ich mich auf die schönen Stunden mit unseren Freunden auf den Windhundplätzen.
Kommt alle gut ins neue Jahr 2011 und bringt Eure Hunde gesund durch den Winter, damit wir im nächsten Jahr wieder durchstarten können.

Merry Christmas 2010
Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Sieht ganz so aus!
Aus diesem Grunde wünschen wir all unseren Freunden, Bekannten sowie Lesern dieses Blogs besinnliche Weihnachtsfeiertage im Kreise ihrer Lieben.

Der ultimative Schlafplatz!
Die Kudde von Sabro war ja schon nicht schlecht, aber so richtig gemütlich wird´s erst, wenn auch noch ein billo Teddybett oben drauf steht. Dieser "Schlafthron" steht jetzt sowohl bei den Whippen als auch bei den Katzen ganz hoch im Kurs.

20.10.2010 CACIB Hannover
Ich bin ja noch einen Bericht von der CACIB in Hannover schuldig. Hier kommt er endlich. Richter war Herr Henne und gemeldet waren unglaubliche 87 Whippets! Da war wirklich alles vor Ort, von hübsch bis hässlich... Es ist erstaunlich, wie sich der Whippet zum Teil in den letzten 10 Jahren optisch verändert hat und ich kann nicht sagen, dass er sich immer zu seinem Vorteil entwickelt hat, sowohl im Show- als auch im Rennbereich. Na ja, wir werden sehen, wohin die Reise geht und ich bin optimistisch, dass es dann, wenn ich einen neuen Hund haben möchte, auch immer noch Züchter gibt, die meinen präverierten Whippettyp züchten. Eine Fahrradspeiche ohne Substanz auf Stelzen kommt mir jedenfalls nicht ins Haus. Ob das Ami-Blut immer so mit dem europäischen Blut harmoniert wage ich auch zu bezweifeln. Für mich persönlich ist das derzeit uninteressant. Das ist aber mein ganz persönlicher Eindruck und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. :-)
Die nächsten 3 Bilder zeigen die offene Klasse bei den Hündinnen, bei denen über 20 Hunde im Ring standen.
Herr Henne richtete die 87 Whippets in Rekordzeit und vergab sicherlich mehr als ein Gnaden-V. Smilla hat vielleicht auch eins davon bekommen. Wer weiß? Sie wurde von ihrer Züchterin Silvi in der Gebrauchshundklasse vorgestellt. Oilily vom Kleinen Berg und Effloresco´s Galathea Nubia starteten ebenfalls in dieser Klasse. Da war klar, dass Oilily das V1 erhalten würde, weil sie objektiv der beste Hund von den dreien war. Smilli hat sich leider nicht so gut von Silvi zeigen lassen wie sie sich mittlerweile von mir zeigen lässt, da sie mich immer gesucht hat. Trotzdem reichte es dann doch für ein V3. Es war zwar schön für mich zu sehen, dass Smilli doch weiß, dass ich ihr Frauchen bin, aber es nützt nichts, ich muss sie demnächst wieder selbst vorführen, auch wenn wir dann keinen Züchterbonus (wenn es denn sowas überhaupt geben sollte) bekommen.
Smillas Richterbericht:
vollzahniges Scherengebiss, freundliches Wesen, vorzüglicher Typ, vorzügliche Winkelungen, vorzügliches Gangwerk
Wertnote: V3
Das Hallenausstellungen zumeist widerlich für Hund und Halter sind brauche ich nicht extra erwähnen. Der überdachte Löseplatz war ein schlechter Witz aber zum Glück hat man in Hannover wenigstens die Möglichkeit, sich einen Passierschein für eine Kaution in Höhe von 10 Euro zu holen und mit dem Hund nach draußen zu gehen, wo er dann seine Geschäfte verrichten kann.
Fotos von Smilla im Ring gibt es leider keine, jedenfalls keine, die man der Öffentlichkeit präsentieren möchte. Smilla hatte keine Lust mehr zu posen und ich hatte "Bad Hair Day". Den größten Teil des Ausstellungstages hat Smilli eh verpennt. :-)

HAPPY HALLOWEEN!

Arme Smilla!
... musste wieder Katze Kimba neben sich auf dem Sofa ertragen...:-)

Schwarze Listen?
Führen Züchter untereinander eigentlich so etwas wie Schwarze Listen, auf denen sie vermerken, an wen man besser keinen Hund verkauft? Angebracht wäre das schon, denn manche Leute wechseln ihre Whippets so oft wie ich meine Handtaschen!
Ich gebe mal ein Beispiel: Anfang 2009 kauft das Ehepaar X aus NWR einen Whippetwelpen bei Züchter A. Anfangs läuft alles super, dann tauchen die ersten "Problemchen" auf, der Hund beisst in die Schleppleine und will nicht beim Autofahren in der Hundebox bleiben, alles Dinge, die Junghunde nun mal so machen. Nichts ungewöhnliches. Dann bekommt der Hund Durchfall und es wird eine chronische Leberentzündung, eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung und ein entzündeter Dünndarm diagnostiziert. Man kommt mit dem Züchter des Hundes im Herbst 2009 überein, dass man ihn wieder zum Züchter zurück gibt.
Dafür holt sich das Ehepaar X kurz darauf einen neuen Hund, diesmal eine Hündin, bei Züchter B. Und da ein Whippet ja bekanntlich kein Whippet ist, wird bei Züchter C Anfang 2010 ein weiterer Whippetwelpe bestellt. Da es bis zum Abgabetermin aber noch ein Weilchen dauern würde, kaufte man dann aber doch kurzer Hand einen Welpen bei Züchter D, ebenfalls eine Hündin. Im April wurde die erste Whippethündin wieder zu Züchter B zurückgebracht und dafür bei Züchter D ein weiterer Welpe gekauft, diesmal ein Rüde. Und dieser Rüde stand diese Woche in dem allseits bekannten Internet-Anzeigenblättchen zum Verkauf...
Ich will nicht abstreiten, dass es mehr als einen guten Grund gibt, seinen Hund wieder abzugeben, aber 3 Hunde von 3 verschiedenen Züchtern in nicht einmal 2 Jahren? Das hört sich für mich doch eher nach "Der Aschenbecher ist voll, wir brauchen ein neues Auto" an. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Dank der einschlägigen Whippetforen lässt sich das ja alles sehr gut verfolgen...
26.09.2010 Deutscher Coursingsieger Trautskirchen
Es sind schon wieder zwei Wochen vergangen, aber ich finde erst jetzt die Muße, eine Nachlese über den Deutschen Coursingsieger, der diesmal in Trautskirchen bei Nürnberg stattfand, zu schreiben.

Trautskirchen liegt zwar nicht gerade um die Ecke für uns, aber der Deutsche Coursingsieger ist nun mal das nationale Coursing-Highlight und da durfte Smilli natürlich nicht fehlen. Das auf zwei verschiedenen Geländen gezogen werden sollte machte die ganze Angelegenheit noch reizvoller. Nur die Wettervorhersagen waren nicht so prickelnd für das Wochenende, aber Julia hatte uns eingeladen, mit im Wohnwagen zu übernachten. Am späten Samstag Nachmittag machte ich mich mit Smilla auf in Richtung Trautskirchen, Jules verbrachte wieder ein gemütliches Wochenende bei Herrchen. Kurz nach Frankfurt setze dann auch der Regen ein. Als wir gegen 18.00 Uhr in Trautskirchen ankamen, sah man dem Gelände an, dass es dort den ganzen Tag geregnet haben musste. Uns stand also am Sonntag eine Schlammschlacht bevor.
Zum Glück hörte es in der Nacht auf zu regnen und am Sonntag morgen kam pünktlich zum Coursingbeginn um 8.00 Uhr die Sonne raus. Und zu unserem großen Glück sollte es auch den ganzen Sonntag über nicht regnen. Gemeldet waren 19 Hündinnen und die Whippets starteten im 1. Durchgang auf dem Schlosshang. Dieser war jetzt nicht extrem steil, da hatte ich schon schlimmeres gesehen, aber durch den aufgeweichten Boden wurde den Hunden einiges an Konzentration und Trittsicherheit abverlangt. Smilla hatte direkt Lauf 5 und ihre Laufpartnerin für den 1. Durchgang sollte White Princess el Schiras sein. White Princess hatte schon an der zweiten Rolle ihre eigene Vorstellung, wo der Hase lang laufen könnte und bog anstatt nach rechts erst mal nach links ab. Smilla ließ sich aber nicht beirren und folgte fast den gesamten Parcours über dem Hasen alleine. Kurz vor dem Ziel stieß White Princess dann wieder dazu. Für diesen Lauf erhielt Smilla 78 und White Princess 43 Punkte, so dass Smilla in der Gesamtwertung nach dem 1. Durchgang auf Platz 5 lag. Also kein schlechter Anfang für uns.
Im 2. Durchgang wurden die Karten neu gemischt. Smillis Laufpartnerin war diesmal Quebelle vom Kleinen Berg und das Gelände war eine flache durchnässte Wiese, auf der lange Geraden gesteckt waren. Also hieß es noch mal durch den Matsch für Smilla, obwohl sie den doch normalerweise so hasst und freiwillig keine Pfote auf so einen Untergrund setzen würde. Aber wenn es um die Wurst geht, ist sie nun mal Profi und gibt immer alles, so dass sie auch diesen Lauf mit 80 Punkten für sich entscheiden konnte. Quebelle erhielt 77 Punkte.
Aufgrund der sehr guten Organisation konnte die Siegerehrung bereits um 14.00 Uhr stattfinden und zu meiner großen Freude errang Smilli in der Gesamtwertung mit 158 Punkten den 3. Platz hinter Mortimers Lady Rose (160 P.) und Silverhawk´s Pretty Woman (159 P.). Zusätzlich erhielt sie auch noch das Res.CACC, was aber leider mal wieder nicht aufrückte, da Pretty ihr CACC auch noch benötigte. An dieser Stelle möchten wir Pretty noch einmal herzlich gratulieren, denn mit diesem CACC ist sie jetzt Deutscher Coursing Champion!

Ich bin mehr als zufrieden mit Smillas Abschneiden beim Deutschen Coursingsieger. Trotz der teilweise widrigen Witterungsbedingungen und Bodenverhältnisse hat sie hat mal wieder abgeliefert und mit diesem schönen Ergebnis werden wir jetzt langsam aber sicher die Winterpause einleuten. Ich denke nicht, dass Smilli dieses Jahr noch einmal auf einem Coursing laufen wird. Sie dürfte ihr Soll für dieses Jahr erfüllt haben. :-)

Vielen Dank noch einmal an Marc-Udo und Ilona für die Fotos!
Training in Stolberg - reloaded -
Am Samstag vor 2 Wochen hat Jules einen gemütlichen Nachmittag mit Herrchen auf dem Sofa verbracht und ich bin mit Smilla nach gefühlten 100 Jahren mal wieder zum Training auf die Stolberger Anlage gefahren. Smilla ist seit über 2 Jahren auf keiner Bahn mehr Training gelaufen, weil es für einen Coursinghund nicht unbedingt nötig ist, auf der Bahn zu trainieren. Das Training findet für einen solchen Hund eher beim Freilauf über Stock und Stein statt. Aber ich hatte mal wieder Lust, sie laufen zu lassen, das Wetter sollte auch mitspielen und so machten wir uns auf den Weg nach Stolberg bei Aachen.
Die Stolberger Anlage gehört zu einem kleinen Rennverein, sie wurde ursprünglich von Franz-Josef Gillet eigenhändig vor Jahren für seine eigenen Greys gebaut wurde. Sie ist die erste Sandbahn, die in Deutschland entstand, allerdings werden vom Stolberger Verein dort keine offiziellen Rennen gezogen, weil die Maße der Bahn nicht denen der gängigen Norm entsprechen. Das ganze Areal ist in etwa so groß wie der Innenraum in Münster. Es wird ein Schlepphase über Rollen gezogen und der "Hase" ist dort auch keine Plastiktüte, sondern ein richtiger ausgestopfter Hase aus echtem Fell. Darauf legt Franz-Josef immer sehr viel wert. Die sonst typische Rennbahnhektik kennt man in Stolberg nicht. Dort hat man die Ruhe weg, was aber nicht heißt, dass man dort nicht ein 1A präperiertes Geläuf vorfindet. Die Spezialität des Vereins ist das Junghundtraining und das Antrainieren von Problemhunden, die auf anderen Bahnen nicht laufen wollen. Alles ohne Druck. Für die Zeiten, die der eigene Hund dort läuft interessieren sich die wenigsten Besitzer. Also größtenteils ein ganz anderes Publikum als das, was man sonst auf der Rennbahn trifft. Man kommt zusammen, verbringt einen schönes Nachmittag und die Hunde haben ihren Spaß.
Doch nun zu Smilla. Sie sollte alleine und als Motivation ohne Maulkorb laufen, damit sie am Ziel auch ordentlich in den Riesenhasen beißen kann. Dazu wollte ich ein bisschen den Handstart mit dem Zappelphilipp üben, weil unsere Handstarts beim Coursing ja meist nie so optimal sind.
Smilla wartet darauf, dass es endlich los geht. Noch ist sie ganz brav und gesittet...

Aber sobald der Hase läuft geht die Post ab...



Kurz vor vor Smillas Lauf ging dann leider eine Rolle kaputt, die dann ausgetauscht werden musste. Also musste Smilla wieder weg von der Bahn und irgendwie wieder runterkommen. Das war gar nicht so einfach und sie hat es überhaupt nicht verstanden, von 100 wieder auf 0 runterfahren zu müssen, wie man sieht.


Ich will laufen!

Dann war die Rolle ausgetauscht und es konnte endlich losgehen

Und da läuft sie!

Der Zwerg hat in den 2 Jahren Rennbahnabstinenz nichts verlernt und hat ordentlich Spaß in den Backen!


Cheffe bei der Arbeit. Und wie immer gut gelaunt.

Smilla wartet hochkonzentriert auf ihren 2. Einsatz

Aber sobald der Hase läuft, geht das Gezappel wieder los...

Und dann hat man auf einmal einen kleinen Gremlin im Arm...

... und das ist mein Lieblingsfoto! Smilla mit mir, ihrem Frauchen, das so stolz auf ihr Whippetmädchen ist, wie es nur eine Mutter sein kann. :-)))

Das war wieder ein schöner Nachmittag auf der Stolberger Rennbahn. Ach ja, die 8 € Trainingsgebühr für 2 Läufe zahle ich gern, denn das sind Peanuts im Vergleich zu dem Spaß, den mein Hund und ich an diesem Tag hatten. Der Kuchen und der Burger waren auch sehr lecker! Danke an das kleine Stolberger Team, dass es immer wieder möglich macht, dass Hund und Herrchen bzw. Frauchen dort einen entspannten Trainingstag verbringen können.
Kimmi hat Geburtstag!
Heute feiert meine Katze Kimba ihren 11. Geburtstag. Sie erfreut sich bester Gesundheit, was der letzte Tierarzt-Check bestätigte. Gut, vor 2 Wochen wäre sie fast unter die Jack Russell meiner Eltern gekommen und Julius hat auch schon seit Jahren ein Hühnchen mit ihr zu rupfen, aber ich konnte schlimmeres verhindern und jetzt wo die Jack Russell wieder weg sind herrscht auch wieder Burgfrieden zwischen Jules und der Katze. Kimba ist da aber auch selbst schuld, sie kann eine richtige Hexe sein und lässt es sich nicht nehmen, ab und an die Hunde zu ärgern...
Herzlichen Glückwunsch, Kimba! Auf weitere 11 Jahre mit Dir!



P.S.: Kimba guckt nicht immer so grimmig. Nur wenn sie fotografiert wird. :-)
Warum Smilla keine Rennen läuft
Der eine oder andere hat sich sicherlich schon mal gefragt, warum Smilla nur auf Coursings und keine Rennen auf der Bahn läuft. Theoretisch könnte sie auch Rennen laufen, denn sie ist ebenfalls im Besitz einer gültigen Rennlizenz und ist auch kein Raufer, der nur beim Coursing sauber läuft. Ich habe mich aber dagegen entschieden, sie auf Rennen zu melden. Und das aus für mich gutem Grund.
Smilla hat ein Körmaß von 46,8 cm (von mir selbst zur Messung gestellt), von zwei Richtern wurde sie auf Ausstellungen auf 46,5 cm gemessen. Sie ist also eine für heutige Verhältnisse eher kleine Hündin. Dazu kommt dann noch der Faktor Gewicht. Gewöhnlich wiegt Smilla 11,5 kg, ohne dabei "trocken" auszusehen, wenn sie gut im Futter steht können es auch schon mal 12 kg sein. Ein optimales Renngewicht würde bei ihr vermutlich zwischen 10 - 10,5 Kg liegen. Mit diesem Fliegengewicht müsste sie dann gegen Hündinnen rennen, die teilweise locker ihre 14 kg oder mehr auf die Waage bringen. Und diese Diskrepanz ist mir persönlich zu gefährlich, zumal die Whippets, die Seniorenklasse mal ausgenommen, in die Kurve starten, wobei es regelmäßig zum Gedränge kommt und Hunde eingekeilt werden. Ich möchte Smilla nicht bei jedem Start ins offene Messer laufen lassen. Natürlich könnte es noch die Variante geben, dass sie beim Start "raus und weg" wäre, aber seinen wir mal ehrlich, wie oft passiert das schon? Und selbst wenn passieren sollte, gäbe es dann ja immer noch die Gefahr, dass sie als erste am Hasen ist und die anderen Hunde in sie hineinrennen. Damit wäre uns dann eine Flatrate bei der Physiotherapeutin sicher...
Aus diesen Gründen habe ich mich dazu entschieden, Smilla keine Rennen laufen zu lassen. Ganz am Anfang ihrer "sportlichen Karriere" haben wir uns einmal in die Höhle des Löwen gewagt und Smilla ist auf einem Rennen in Beringen gerannt. Ins Finale hat sie es damals nicht geschafft. Danach war sie noch einmal in Münster gemeldet, wo sie sich aber vorher verletzt hatte und nicht starten konnte und dann haben wir noch einmal in Beringen gemeldet. Auch an diesem Rennen konnte sie nicht teilnehmen, da sie einen Tag vorher gekotzt hatte und ich meinen Hund grundsätzlich nicht laufen lassen, wenn er einen Infekt haben könnte, was sich in diesem Fall im nachhinein als unbegründete Sorge herausstellte. Es war fast so, als wollte eine höhere Macht nicht, dass Smilla auf die Bahn kommt. :-)
Also haben wir als Alternative das Coursing ausprobiert und sind beide damit sehr glücklich geworden (dazu an anderer Stelle mehr). Ich mache niemandem einen Vorwurf, der trotzdem seinen kleinen und vor allem leichten Hund Rennen laufen lässt. Jeder muss selbst entscheiden, was für seinen Hund das beste ist. Ich habe mich nach Abwägung aller Vor- und Nachteile für diesen einen speziellen Hund dagegen entschieden. Julius war mit seinen 50,5 cm auch ein eher kleiner Rüde, der brachte aber auch ein austrainiertes Renngewicht von 16,5 kg auf die Waage. Da hätte ich überhaupt keine Bauchschmerzen, ihn mit den heutigen Rennhunden laufen zu lassen. Vielleicht läuft Smilla irgendwann mal in der Seniorenklasse, denn ab nächstem Jahr wäre sie dazu berechtigt, aber auch nur in einem reinen Hündinnenfeld und nur wenn vorher ich weiß, dass keine Koffer gemeldet sind. Aber wann hat man das schon mal? In diesem Sinne - passt alle gut auf Eure Rennflöhe auf!
31.7.-01.08.2010 CACIB + nat. VDH Bremen
Am vorletzten Wochenende war ich mit Smilla in Bremen, um sie sowohl auf der CACIB als auch auf der nat. VDH auszustellen. Jules wurde derweil bei meinen Eltern zwischen geparkt. Wir waren das erste mal in Bremen. Die Ausstellungen fanden in den sehr hellen und großräumigen Messehallen statt, nur der Whippetring war arg klein. Na ja, Smilla braucht nicht viel Paltz, um kein Gangwerk zu zeigen. :-)
Gerichtet hat die Whippets auf der CACIB Frau Piesik. Smilla war die einzige Hündin in der Gebrauchshundklasse und bekam nachfolgende Bewertung:
5,5 Jahre dunkelgestromte mittelgroße, mittelkräftige Hündin, sehr schöner Kopf, dunkle Augen, korr. Ohren und Gebiss, langer Hals und Rückenlinie, sehr gute Brusttiefe, Vordergliedmaßen korrekt, Hintergliedmaßen korrekt, freundliches Wesen, kräftige Musekln, flüssiger Bewegungsablauf
Formwertnote: sg1
Frau Piesik sagte mir, es täte ihr leid, aber dafür könne sie mir nur ein sg geben. Mit dem sg befanden wir uns aber in bester Gesellschaft, denn auch zwei Rüden aus der Siegerklasse haben von ihr nur ein sg bekommen.
Am nächsten Tag wurden die Whippets auf der nat. VDH Ausstellung von Frau Peschges gerichtet, vor der glaube ich alle ein bißchen Angst hatten, weil sie bekannt dafür ist, sehr streng zu sein und auch schon mal ein oder mehrere g raus haut. Ich fand Frau Peschges aber sehr nett. Sie hat sofort gemerkt, dass weder Smilla noch ich Ausstellungsprofis sind und hat mir erst mal gezeigt, wie ich Smilli optimal hinstellen soll, damit sie ansprechend aussieht. Smilla lässt sowas ja alles mit stoischer Ruhe über sich ergehen, aber nach dem anstrengenden Vortag war bei ihr auch ein bißchen die Luft raus. Sie erhielt folgende Bewertung:
vollz. Scherengebiss; 46,5 cm; dunkel gestromt; gute Kopfproportionen, dunkelbraunes Auge, gut getr. Ohren, langer Hals, korr. Verlauf der Oberliniee; lang gestrecktes Rippenschiff; korr. Winkelungen der Vor- und Hinterhand; in der Seitenansicht sehr gutes Gangwerk; von hinten sehr eng und nicht stabil; verhält sich freundlich
Formwertnote: sg1
Auch mit dieser Bewertung bin ich sehr zufrieden. Ich denke, es wäre auch mehr drin gewesen, wenn ich Smilla besser präsentiert hätte, denn Frau Peschges hat lange überlegt, welche Note sie jetzt Smilla geben sollte sagte dann zu mir, dass sie bei allen anderen streng war und jetzt auch bei mir streng sein müsse. Damit kann ich gut leben. Es hätte auch schlimmer kommen können... .
Wir haben zwar ein anstrengendes (nach zwei Tagen Hallenausstellung gehen sowohl und als auch Frauchen auf dem Zahnfleisch) aber auch sehr interessantes Ausstellungswochende in Bremen verbracht, denn wir haben Martin mit seinen beiden Whippet-Hündinnen Windmeister´s Eve und Windmeister´s Dreamgirl jetzt endlich auch einmal live und in Farbe kennen gelernt.
Eve, Smilli, und Girly - Smillas Blick sagt alles: und was soll ich eigentlich hier?

Coursing Europameisterschaft in Chardonnay/F vom 23.07.-25.07.2010 Teil III
Am Sonntag war es dann endlich soweit. Ab 8.00 Uhr sollten die Whippets auf Parcours 1 starten und nach der Mittagspause auf Parcours 2 wechseln. Smillas Laufpartnerin für den 1. Lauf war Moskito´s Bonanza aus Österreich. Von dem Lauf selbst habe ich leider selber nicht viel gesehen, aber beide Hunde kamen wohlbehalten am Hasen an. Für diesen Lauf erhielt Bonanza 272 Punkte und Smilla 268 Punkte. Damit war Smilla nach dem 1. Durchgang zusammen mit Jamie Lee beste deutsche Hündin und lag in der Gesamtwertung von 50 gestarteten Hündinnen auf Platz 11.
Auch die anderen deutschen Hündinnen waren nach dem 1. Lauf gut dabei:
Jamie Lee - 268 Punkte
Hatani aka Smilla - 268 Punkte
Zinnia - 266 Punkte
Felicity - 264 Punkte
Wicki - 263 Punkte
Indian Summer - 262 Punkte
Im 2. Durchgang auf Parcours 2 sollten die Karten neu gemischt werden. Smillas Laufpartnerin war diesmal die Coursingeuropameisterin 2009, Grändens Betty Mc Beal aus Schweden, die im 1. Lauf 267 Punkte erhielt. Smilli hat jetzt an zwei Coursingeuropameisterschaften teilgenommen. Beide Male musste sie im 2. Durchlauf gegen die Europameisterin aus dem Vorjahr (2008 gegen Culann´s Energie) starten. Wie groß ist da wohl die Wahrscheinlichkeit, das sowas passiert? :-)))
Der Weg zu Parcours 2 war wider Erwarten überhaupt kein Problem. Mein Hund hat mich mal wieder überrascht... . Smilla startete unter der weißen Decke und für mein Empfinden konnte sie sehr gut mit Betty Mc Beal mithalten. Sie hat den Hasen nicht verloren, ist nicht in die Schnur gelaufen, was bei fast allen Rüden-Läufen gang und gäbe war und ist auch nicht gestürtzt. Einzig durch das Loch in der Hecke lief sie nicht. Sie wählte lieber den langen Weg um die Hecke herum, was ich mir ja schon gedacht hatte, aber selbst dabei hat sie den Hasen nicht verloren.
Wir konnten also auf die Punktevergabe gespannt sein.
Gegen 19.00 Uhr machte sich dann alles auf den Weg zur Siegerehrung.



Die Pokale waren diesmal sehr schön. Da hätten wir gern einen davon mit nach Hause genommen...


Aber Smilla hatte es diesmal nicht auf´s Treppchen geschafft. Im Gesamtergebnis lag sie letzendlich mit 512 Punkten auf Platz 24 von 50 Hündinnen. Enttäuscht war ich aber nicht. Für mich hat sie zwei super Läufe gemacht und bis auf zwei lädierte Bremsballen ist sie heile geblieben, was nicht jeder von seinem Hund behaupten kann. Ich war sehr zufrieden mit ihr und ihrem Ergebnis.
Smilla und Luka bei der Siegerehrung, die Smilla größtenteils verschlafen hat

Auch die anderen deutschen Whippets schafften es bis auf Tyrone vom Kleinen Berg diesmal nicht in die Platzierungen. Woran es gelegen hat? Kein Ahnung. Ich denke, alle haben ihr besten gegeben.
Die Platzierungen der deutschen Whippets:
Hündinnen:
11. Platz Indian Summer
17. Platz Jamie Lee
19. Platz Zinnia
24. Platz Hatani aka Smilla
26. Platz Felicity
36. Platz Warwick Dionne
Rüden:
3. Platz Tyrone
17. Platz Pride
23. Platz Benji
24. Platz Dust on the Moon
30. Platz Fade to Black
32. Platz Nevio
Mein Fazit:
Es war wieder einmal sehr schön. Selbst die Dixi-Klos konnten die Stimmung nicht trüben. Wir haben ein tolles verlängertes Wochenende mit unseren Freunden in Frankreich verbracht und hatten viel Spaß zusammen. Das Wetter hat auch mitgespielt und unsere Hunde sind weitestgehend unverletzt geblieben. Ich habe mich sehr gut durch unseren Equipe-Chef und seine Helfer betreut gefühlt. So war Ralf Löwe (Culann´s Whippets) bei jedem Start eines deutschen Whippets mit dabei und hat uns bis zum Start begleitet. Auch die französischen Starterteams waren sehr nett und haben uns noch einmal erklärt, wie sie uns starten werden, so dass ich auch diesmal keinen Start verpennt habe. Es ist immer ein Erlebnis, an so einem Großereignis teilzunehmen und meine Erwartungen, was das Wochenende betrifft sind komplett erfüllt worden. Bezüglich einer Platzierung Smillas hatte ich zum Glück aber überhaupt keine Erwartungen und konnte somit auch nicht enttäuscht werden. Nur sich verletzen oder letzte werden sollte sie nicht. Und auch dieser Wunsch hat sich für uns erfüllt.
Und Coursing ist nun mal ein bißchen so wie Eiskunstlauf. Da darf man nichts erwarten und muss sich über alles freuen. Und das haben wir auch gemacht!
Coursing Europameisterschaft in Chardonnay/F vom 23.07.-25.07.2010 Teil II
Am Samstag konnten sich unsere Hunde beim Sonnenbaden ausruhen und wir hatten Gelegenheit, die beiden Parcoure in Augenschein zu nehmen. Na ja, und was wir da gesehen haben, war erst mal nicht so schön. Das gesamte Coursinggelände war mit Stacheldraht eingezäunt. Da halfen auch die Handgemalten Bilder der Franzosen wenig, darüber hinwegzusehen.

Danke an Margot für das Foto! (www.runninggag.at)
Darüber hinaus war das Gelände einer Europameisterschaft mehr als angemessen. Hanglage mit Bodenwellen, die den Hunden einiges an Geschick abverlangten, damit sie nicht stürzten und wohlmöglich noch im Stacheldraht landen. Die Parcoure waren sehr technisch aufgebaut. Wenig bis gar keine langen Geraden, dafür mit vielen Zacken und Wendungen.
Parcours 1:

So sieht der Parcours erst mal unspektakulär aus, war aber nicht einfach zu laufen. Die Hunde starteten auf einer Art Plateau, dann den Hang runter und schließlich zum Ziel wieder hinauf, wobei viele Hunde den Hasen verloren, weil sie ihn nicht mehr sehen konnten, wenn er zu schnell über den Hang gezogen wurde.
Die nächste Überraschung war, dass Parcours 2 direkt neben Parcours 1 lag, abgetrennt durch Absperrgitter und Werbeplanen, die den einen oder anderen Hund aber nicht davon abhielten, mitten im Lauf den Parcours zu wechseln...
Parcours 2 hinten, aufgenommen von Parcours 1:

Noch ein Novum für Smilli: Der Hase würde bei Parcours 2 durch eine Hecke gezogen werden. Ich war sehr gespannt, wie Smilla damit umgehen würde. Tendenziell würde ich sagen, sie wird den langen Weg um die Hecke herum wählen.

Der Start bei Parcours 2 sollte oben links erfolgen. Man musste also an beiden Parcouren komplett vorbeigehen, um zum Start zu gelangen. Auch keine leichte Aufgabe mit einem Hund wie Smilla. Ich hatte zeitweise überlegt, ihr eine Tüte über den Kopf zu setzen, damit sie nicht sieht, dass sowohl auf Parcours 1 als auch auf Parcours 2 gezogen wird. :-)

Die Rollen waren nicht wie in Deutschland üblich mit Pilonen, sondern nur mit einem Stock gekennzeichnet. Der Stock wiederum war aber soweit von den Rollen weg, dass die Kennzeichnung wohl eher dem Quadfahrer als den Hunden galt und nicht wirklich als Schutz dienten, damit die Hunde nicht auf die Rollen treten.

Na ja, wird schon schiefgehen! Ich vertraute einfach mal auf die Coursingfähigkeiten meines Hundes. Seitdem ich Smilla coursen lasse hatte ich nie Angst, wenn sie courst. Und auch in Frankreich machte ich mir mehr Gedanken darüber, wie ich sie ohne großes Getobe ihrerseits an den Start von Parcours 2 bringen sollte als dass ich mir Sorgen machte, sie könnte mit den Parcouren Probleme bekommen oder sich gar verletzen.
Die Tierarztkontrolle haben wir auch noch am Samstag erledigt, aber die Tierarztkontrolle war mit Verlaub gesagt ein Witz. Es wurden nur die Chip- oder Tatoo-Nummern kontrolliert und geschaut, ob die Hündinnen läufig sind. Keine Pfotenkontrolle, kein Abhören des Herzens, nichts. Gerade bei den heissen Tagen vor dem Coursing hätte ich das für angebracht gehalten. Natürlich ist in erster Linie jeder Besitzer selbst für einen Hund verantwortlich, aber manchmal denke ich, dass es für den einen oder anderen Hund nicht schlecht wäre, ihn vor seinem Besitzer zu schützen und ihn bei der Tierarztkonztrolle aus dem Verkehr zu ziehen. Smilla war natürlich nicht läufig. :-)
Morgen sollte dann der große Tag sein. Das Wetter schien zum Glück auch mitzuspielen.
Fortsetzung folgt!
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